Schießsport ist die Vereinigung von Körper und Geist!
 
Schießen ist die Fähigkeit eines Menschen, festgelegte Bewegungsabläufe präzise und regelmäßig zu wiederholen.

Dabei gewinnt nicht derjenige, der am größten, am schnellsten und am stärksten ist. Nein es gewinnt derjenige,
- der die Technik beherrscht
- der den Besten Dialog mit seinem Körper und Geist führt
- der sich am besten auf die gegebenen Verhältnisse einstellen kann
- und natürlich der, der über die nötige Kondition verfügt

Der eigentliche Reiz des Gewehrschiessens liegt im Dialog zwischen Körper und Geist. Die Muskeln sollen tun, was der Kopf vorgibt und das mit höchster Präzision. Eine unendliche Aufgabe, deren Lösung man näher kommen kann, die man aber niemals beherrschen wird. Eine Zielsetzung, die sportlichen Charakter hat, vor allem aber die Persönlichkeit ausbildet. Dies ist wohl der tiefere Grund, weshalb die Faszination des Gewehrschiessens weit über reine Leistungsaspekte hinausreicht. Das Schießen ist Selbstgespräch zwischen Geist und Körper, gemixt mit einem Spritzer Zufall. Das lehrt Bescheidenheit und macht zufrieden.

In vielen Sportarten kann man einen nicht ganz perfekten Bewegungsablauf mit Kraft oder mit der Geschwindigkeit ausmerzen. Der Schütze aber hat keine Chance ein konstantes Resultat zu erzielen, wenn sein Bewegungsablauf und seine Körperspannungen nicht unter absoluter Kontrolle stehen. Der Schütze hat keine Gelegenheit zu schummeln. Der Treffer auf der Scheibe ist der Lohn der vorangegangenen Handlung.

(Teilauszug aus "Wege des Gewehrs" und aus den Unterlagen der SGS)